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Vor etwa 45 Jahren wurde im Auto zum ersten Mal ein Mikrocomputer für ein Steuergerät eingesetzt. 10 Jahre später waren es bereits so viele, dass man über ein Computernetzwerk im Automobil nachdenken musste und daraus Bussysteme entwickelt hat, wie sie vorher in der IT nicht bekannt waren. Parallel dazu wurde die Hard- und Software ständig weiterentwickelt, sodass heute in einem modernen PKW mehr als 50 Computer zusammenarbeiten. Die hohen Stückzahlen fordern bei gleichzeitig hohem Kostendruck einen Qualitätslevel, der in anderen Branchen so nicht erreicht wird.
Derzeit ist die Automobilbranche in einem Umbruch: Stichworte sind beispielsweise „Connected – Autonomous – Shared – Electric“ (nach Daimler). Da die Änderungen im Automobilbau evolutionär und nicht revolutionär verlaufen, ist es wichtig, den Stand der Technik zu kennen und damit einschätzen zu können, welche Ziele in welcher Zeit mit welchen Kosten zu erreichen sind. Dies soll das Seminar vermitteln.
Im ersten Teil wird die heute verwendete Technologie von Steuergeräten, Sensoren und Aktoren besprochen Dabei dürfen auch die Qualitätsanforderungen und Testmöglichkeiten nicht vergessen werden. Die Teilnehmer bestimmen selbst, ob und ggf. welches elektronische System dabei näher untersucht werden soll.
Der zweite Teil widmet sich dem Computernetzwerk im Auto. Dabei werden die typischen Protokolle wie CAN/CAN FD, LIN, FlexRay und MOST ebenso behandelt wie spezielle Sensorprotokolle (PSI5, SENT/SPC) oder Ethernet für den künftigen Einsatz. Schwerpunkte in diesem Teil sind die Begriffe „Safety“ und „Security“.
Der dritte Teil befasst sich mit den Herausforderungen, die die Elektromobilität und das „Autonome Fahren“ mit sich bringen. Dabei spielt die Diagnose zur Beurteilung von Fehlverhalten eine elementare Rolle. Welche Rolle die OBD – speziell für das Abgasverhalten bei Verbrennungsmotoren – spielt, wird dabei ebenso besprochen wie die Aufgaben der Diagnose für die funktionale Sicherheit im Automobil.